An der Oberschule Holzminden startet eine erste „Willkommensklasse“
Nach den Osterferien begrüßt die Schulgemeinschaft der OBS Holzminden nun die ersten ukrainischen Kinder. In den folgenden Tagen und Wochen gilt es zunächst ein Stück weit einen „normalen“ Alltag herzustellen und ihnen nach und nach Grundkenntnisse in der deutschen Sprache zu vermitteln. Jedes Kind bekommt ein kleines Willkommenspaket – Stifte, eine Federtasche, Block, Lineal, Schere und eine Mappe. Darüber hinaus stellt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft DAZ-Arbeitshefte (Deutsch als Zweitsprache) für alle ankommenden Kinder zur Verfügung, so dass eine erste Grundausstattung gegeben ist. In einem geschützten Raum kommen die Kinder täglich in die Schule und werden zunächst allein von den Kolleginnen Frau Zierenberg und Frau Hohorst im Rahmen der „Willkommensklasse“ betreut. Je nach Leistungsstand können die kleinen Ukrainer schließlich am Fachunterricht ihrer Stammklasse teilnehmen. Es ist eine große Dankbarkeit, die aus den Augen der Kinder spricht. Sehr motiviert und mit ganz viel Eifer sind sie dabei und freuen sich, dass sie so schnell schon die ersten deutschen Wörter gelernt haben und sich ein bisschen verständigen können.
Ganz herzlich begrüßt die Schulgemeinschaft darüber hinaus auch eine ukrainische Lehrerin. Bevor sie mit ihrer Tochter fliehen musste, arbeitete Anna Ilina 17 Jahre in ihrer Heimat als Deutsch- und Englischlehrerin. Auf freiwilliger Basis und mit großem Engagement unterstützt sie nun die an der OBS ankommenden Kinder. Mit sehr guten Kenntnissen in Deutsch übersetzt sie und gestaltet den Unterricht in der „Willkommensklasse“ mit. Die Schulleiterin Svenja Wittig bemüht sich in Absprache mit der Stadt Holzminden und der Landesschulbehörde Hannover um eine zeitnahe Festanstellung der Ukrainerin.
„Es macht Freude, einfach da zu sein und etwas für die Kinder tun zu können“, erklärt Frau Adamek als Koordinatorin des DAZ Bereiches und spricht damit für die Schulgemeinschaft der Oberschule Holzminden. Wir freuen uns auf alle weiteren ankommenden Kinder und heißen sie jetzt schon herzlich willkommen: Laskavo prosymo!







viele Dinge selber machen“, so berichtet eine Schülerin begeistert von ihren Erfahrungen, die sie im Krankenhaus Holzminden sammeln durfte. „Ich möchte unbedingt später im medizinischen Bereich arbeiten“. „Mit kleinen Kindern spielen, ihnen beim Anziehen helfen, mit ihnen toben und sie trösten“ – mit leuchtenden Augen erinnert sich eine andere Neuntklässlerin gern an die Zeit in ihrem Praktikum zurück. In den kommenden Wochen bereiten die SchülerInnen schließlich ihre Praktika nach – Informationen werden zusammengestellt, Bilder gezeigt und Berichtsmappen erstellt. Schnell wird deutlich, wie wichtig diese Berufsorientierung im Schulalltag für die SchülerInnen ist – eine Zukunftsperspektive konnte geschaffen werden, denn für viele hat sich der Berufswunsch durch diese drei Wochen verstärkt und das Interesse an einer entsprechenden Ausbildung konkretisiert. Die Schulgemeinschaft bedankt sich herzlich bei allen Betrieben, die ihre Türen öffneten, um den SchülerInnen diese Erfahrungen zu ermöglichen.














„Hattest du heute eigentlich schon dein Handy in der Hand?“ Mit dieser Frage eröffnen die Studenten den Medien-Präventionstag in einer siebten Klasse. In einer ersten Kennenlernrunde findet gleich zu Beginn des Tages ein angeregter Austausch über das eigene Medienverhalten statt. Mit dem sich anschließenden Spiel „Reise durchs Web“ – in Anlehnung an das bekannte Spiel „Die Reise nach Jerusalem“ – erfahren die Siebtklässler zunächst weitere Medien – Gewohnheiten ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler. In einem nächsten Schritt gilt es das Medienverhalten fiktiver Personen von „normal“ bis „sehr problematisch“ einzustufen. Es zeigen sich zum Teil sehr unterschiedliche Meinungen und es entsteht eine sehr lebhafte Diskussion etwa darüber wie lange die tägliche Zeit an der Spielkonsole, am Handy oder aber vor dem Fernseher sein sollte. Und bei einigen entsteht eine erste Nachdenklichkeit… Im weiteren Verlauf des Vormittages gilt es nun den Weg in eine mediale Abhängigkeit nachzuvollziehen. In Kleingruppen bringen die Schülerinnen und Schüler hierfür Bilder in die richtige Reihenfolge, sie diskutieren die einzelnen Schritte und tauschen sich über die Gefahren von Instagram, Online – Spielen und Co. aus. Der Lerngruppe wird deutlich, wie schnell eine Abhängigkeit entstehen kann und gemeinsam wird nach Ursachen, Gründen und Hilfen für Betroffene gesucht. Das sich anschließende Jeopardy Spiel liefert am späten Vormittag den Schülerinnen und Schülern noch einmal mediales Hintergrundwissen. So wussten zum Beispiel viele nicht, dass es seit 2018 an allen Schulen Frankreichs ein generelles Handyverbot gibt. Mit welchen Tricks und Verlockungen in der App-Entwicklung gearbeitet wird, spüren die Schüler schließlich noch einmal in Kleingruppen nach. Sie bekommen die Aufgabe, eine eigene App zu entwickeln, die ein hohes Suchtpotenzial für ihre Nutzer haben soll.

