Die Oberschule Holzminden feiert einen Tag der Kulturen

Unter dem Motto „Tag der Kulturen“ steht an der Oberschule Holzminden ein besonderer Projekttag ganz im Zeichen von Vielfalt, Respekt und gegenseitigem Verständnis. Organisiert von der engagierten Schülervertretung mit ihren SV – Lehrern Martin Pelke und Shanika Oppermann setzt die Schulgemeinschaft als “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” – in diesen Tagen erneut ein wichtiges Zeichen für ein friedliches und respektvolles Miteinander.

Am Vormittag beschäftigen sich die einzelnen Klassen mit unterschiedlichen Themen rund um Kultur, Vielfalt und Diskriminierung. So setzt sich der 6. Jahrgang mit der kulturellen Vielfalt innerhalb ihrer eigenen Klassengemeinschaft auseinander. Unter dem Motto „Viele Kulturen, eine Klasse“ gestalten die Schülerinnen und Schüler Plakate, auf denen sie die Herkunftsländer ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler vorstellen. Dabei werden sowohl grundlegende Informationen als auch kulturelle Besonderheiten der verschiedenen Länder präsentiert.
Im 8. Jahrgang steht das Thema Diskriminierung von Frauen im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler reflektiern darüber, welche Eigenschaften sie als typisch männlich oder typisch weiblich wahrnehmen. In anschließenden Diskussionen hinterfragen sie traditionelle Rollenbilder und setzen sich mit der Frage auseinander, welche Erwartungen unsere Gesellschaft an Männer und Frauen stellt. „Ganz unterschiedliche Kulturen treffen sich zur Fußballweltmeisterschaft und spielen friedlich miteinander“. Arbeitsteilig recherchieren die Kinder des 5. Jahrgangs zu verschiedenen Teilnehmerländern, deren Flaggen, Kontinenten und kulturellen Besonderheiten. Andere Gruppen beschäftigten sich gleichzeitig mit den Begriffen Rassismus und Diskriminierung. Dabei entstehen spannende Gespräche über die Bedeutung dieser Themen im Alltag und im internationalen Sport. Die Schülerinnen und Schüler gehen unter anderem den Fragen nach, ob Rassismus und Diskriminierung auch bei einer Fußballweltmeisterschaft eine Rolle spielen können und warum manche Länder gar nicht an Weltmeisterschaften teilnehmen.
Im Rahmen dieses Vormittages besuchen Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs die aktuelle Greenpeace Ausstellung “Demokratie schützen” im Raum für Demokratie in der Holzmindener Innenstadt. Hier ergibt sich die Möglichkeit, sich intensiv mit demokratischen Werten und gesellschaftlicher Verantwortung auseinanderzusetzen. Im 10. Jahrgang sehen die Schülerinnen und Schüler im Film “Freedom Writers” eine inspirierende, wahre Geschichte über die Kraft von Bildung und Toleranz und erkennen eindrücklich, wie wichtig es ist, jeden Menschen erst einmal kennenzulernen, bevor Urteile gefällt werden – denn: Jeder hat seine eigene Geschichte!


Den Abschluss dieses etwas anderen Schulvormittages bildet eine gemeinsame Präsentation in der Aula der Schule. Dort stellen die Klassen ihre Ergebnisse der gesamten Schulgemeinschaft vor. Begleitet wird die Veranstaltung von einer kleinen Feier, bei der Speisen aus verschiedenen Kulturen angeboten werden. Unter dem Motto „Zeigt Diskriminierung die rote Karte“ präsentiert der 7. Jahrgang zudem kurze Theaterstücke, die auf eindrucksvolle Weise für mehr Toleranz und gegenseitigen Respekt werben.

Der “Tag der Kulturen” – eine gelungene Veranstaltung, die eindrucksvoll zeigt, wie wichtig es ist, Vielfalt nicht nur zu thematisieren, sondern auch aktiv zu leben. Die Schülerinnen und Schüler lernen neue Perspektiven kennen, hinterfragen Vorurteile und erfahren, wie bereichernd kulturelle Vielfalt für das Zusammenleben sein kann.