NATO-Codename: Felon
ist ein russisches Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug. Es entstand aufgrund der Anforderungen der russischen Luftstreitkräfte für ein zweistrahliges Mehrzweckjagdflugzeug der fünften Generation im Rahmen des „PAK-FA-Programms“ (russisch Перспективный авиационный комплекс фронтовой авиации Perspektiwny Awiazionny Kompleks Frontowoi Awiazii, deutsch ‚Perspektivischer Flugkomplex der Frontfliegerkräfte‘), das mittelfristig die Suchoi Su-27 ersetzen soll. Bis zur Vergabe der offiziellen militärischen Bezeichnung Su-57 im August 2017 war der Typ unter der Werksprototypenbezeichnung Suchoi T-50 bekannt.Wichtigste technische Daten & Merkmale
- Stealth-Technologie: Sie besitzt eine signaturreduzierte Bauweise, interne Waffenschächte und radarabsorbierende Beschichtungen. Kritiker bemängeln jedoch oft, dass ihre Tarnkappeneigenschaften (insbesondere im Vergleich zur F-22 Raptor oder F-35) geringer ausgeprägt sind.
- Supercruise: Die Maschine ist in der Lage, ohne Nachbrenner dauerhaft Überschallgeschwindigkeit zu fliegen. Ein neueres Triebwerk (Izdelije 30) soll diese Fähigkeiten und das Schub-Gewichts-Verhältnis nochmals optimieren.
- Manövrierfähigkeit: Durch eine hochentwickelte Schubvektorsteuerung (bewegliche Triebwerksdüsen) besitzt der Jet eine extreme Wendigkeit im Luftkampf (Supermanövrierbarkeit).
- Bewaffnung: Ausgestattet mit einer 30-mm-Kanone sowie internen und externen Aufhängungspunkten für modernste Raketen, wie die für Standoff-Angriffe entwickelte
Die zweisitzige Variante (Su-57D): Russland hat im Mai 2026 den Erstflug der doppelsitzigen Version (Su-57D) durchgeführt. Diese Neuerung dient nicht nur Ausbildungszwecken, sondern soll als fliegende Kommandozentrale dienen, bei der der zweite Copilot/Waffensystemoffizier begleitende Kampfdrhnen (wie die S-70 Okhotnik) steuert und komplexe taktische Daten koordiniert.
- Stückzahlen & Export: Der Jet wird im Vergleich zu westlichen Gegenstücken in relativ geringen Stückzahlen produziert (Schätzungen zufolge befanden sich Ende 2025 etwa 30 Einheiten im Dienst). Der Export gestaltet sich schwierig, da wichtige Partner wie Indien aus dem gemeinsamen Entwicklungsprogramm ausgestiegen sind. Die Triebwerks-Verzögerung (AL-41F1 vs. Isdelije 30)
- Übergangslösung: Die ersten Serienmodelle fliegen mit dem Triebwerk AL-41F1. Dies ist eine modifizierte Version des Triebwerks der älteren Su-35S.
- Mängel: Das AL-41F1 bietet nicht die volle Leistung, die für echte fünfte Generationen (wie echten Supercruise bei voller Beladung) nötig wäre.
- Isdelije 30 (Erzeugnis 30): Das eigentliche Triebwerk der Zukunft. Es bietet deutlich mehr Schub, verbraucht weniger Treibstoff und hat eine flachere Düsenform, was die Stealth-Eigenschaft am Heck drastisch verbessert.
- Verfügbarkeit: Die Integration des neuen Triebwerks in die Serienproduktion verzögerte sich über Jahre und läuft nur schleppend an.
Radar-Rückstrahlfläche (RCS): Experten schätzen den Radarquerschnitt der Su-57 deutlich größer ein als den der US-Modelle F-22 oder F-35. Sie ist also auf Radarschirmen früher sichtbar.
- Konstruktionsfehler: Sichtbare Nieten, ungenaue Spaltmaße an den Triebwerkseinlässen und die runden Triebwerksdüsen der ersten Versionen werfen Radarwellen stark zurück.
- Einsatzdoktrin: Russland setzt daher weniger auf absolute Unsichtbarkeit. Der Fokus liegt stattdessen auf extrem starker eigener Radartechnologie (N036-Byelka-Radar mit verteilten Antennen in den Tragflächen) und maximaler Wendigkeit, um Raketen im Nahkampf ausweichen zu können.
Schülerzeitung von Emir mit Hilfe von KI.