Jeffry Dahmer war ein US-amerikanischer Serienmörder, der zwischen 1978 und 1991 insgesamt 17 junge Männer und Jungen ermordete. Seine Taten, die sich größtenteils in Milwaukee ereigneten, schockierten die Welt durch ihre Grausamkeiten. Neben Mord beging er auch sexuelle Übergriffe, Leichenschändung und Kannibalismus. Aufgrund dieser Verbrechen erhielt er den Beinamen ,,Milwaukee Cannibal”.
Jeffrey Lionel Dahmer wurde am 21. Mai 1960 in Milwaukee geboren und wuchs in schwierigen familiären Verhältnissen auf. Schon in seiner Jugend zeigte er auffälliges Verhalten, darunter ein starkes Interesse an toten Tieren. Während seiner Schulzeit galt er als Außenseiter. Nach der Scheidung seiner Eltern zog er sich zunehmend zurück, entwickelte Alkoholprobleme und zeigte erste gewalttätige Fantasien. Seinen ersten Mord beging Dahmer im Jahr 1978, kurz nach seinem Schulabschluss. Nach einer längeren Pause setzte er seine Taten ab 1987 fort. Er lockte seine Opfer meist mit dem Versprechen von Geld oder Fotoshootings in seine Wohnung. Dort betäubte und ermordete er sie. Besonders erschütternd war, dass er versuchte, einige seiner Opfer durch chemische Substanzen willenlos zu machen, um sie zu kontrollieren.
Viele seiner Verbrechen blieben lange unentdeckt, obwohl es mehrfach Hinweise gab, die von der Polizei nicht konsequent verfolgt wurden.
Im Juli 1991 gelang einem seiner Opfer die Flucht und alarmierte die Polizei. In Dahmers Wohnung entdeckten die Ermittler schockierende Beweise, darunter Fotos und menschliche Überreste. 1992 wurde Dahmer vor Gericht gestellt und zu 15 lebenslangen Haftstrafen verurteilt.

Der Fall löste in den USA eine breite Diskussion über Polizeiversagen, Rassismus und den Umgang mit gefährlichen Straftätern aus.
Am 28. November 1994 wurde Jeffrey Dahmer im Gefängnis von einem Mithäftling getötet. Sein Fall bleibt bis heute einer der bekanntesten und verstörendsten Kriminalfälle der US-Geschichte.
Der Fall Jeffrey Dahmer zeigt, wie schwerwiegende Verbrechen über Jahre hinweg unentdeckt bleiben können. Gleichzeitig wirft er Fragen über gesellschaftliche Verantwortung, psychische Erkrankungen und institutionelles Versagen auf. Seine Taten haben tiefe Spuren bei den Angehörigen der Opfer und in der amerikanischen Gesellschaft hinterlassen.

 

Text von Yusein mit Hilfe von Ki.